Dem Winter entfliehen: Silvester in Kemer / Türkei

Werbung  Nein, ich bin absolut kein Wintermensch. Ich liebe den Frühling, den Sommer und vielleicht noch den Herbst, wenn er uns viel Sonne schenkt.

Daher gibt es bei mir im Dezember immer ein kleines Wintertief und ich sehne mich nach Sonne, Strand und Meer. Dieses Jahr bin ich einfach spontan mit dem Ehemann über Silvester in die Türkei nach Kemer gedüst und wir haben es uns eine Woche einfach mal gut gehen lassen.
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Ich werde jetzt keinen ausschweifenden Bericht über diesen Urlaub schreiben, aber ein paar Tipps, wenn man mal schnell dem kalten Winter in Richtung Kemer entfliehen will habe ich vielleicht doch.

Ich muss zugeben, dass wir in dieser Woche nicht wirklich viel unternommen haben. Uns waren Sport, Wellness und gutes Essen wichtig. Denn erstens ist im Winter in der Türkei sowieso nicht viel los und zweitens wollten wir im ersten Urlaub ohne Kinder nach 10 Jahren einfach die Zeit zusammen genießen.

HOTEL KILIKYA PALACE GÖYNÜ in Kemer

Wir hatten ein Hotel direkt am Strand von Kemer gebucht. Wir waren schon ein paar Mal in der Türkei und wollten mal eine andere Seite sehen als Side und Umgebung. Der Transfer ging recht flott und in nicht mal einer Stunde waren wir vom Flughafen in Antalya im Hotel.

Der Empfang war jetzt nicht überfreundlich, aber in Ordnung. Allerdings fand ich es etwas unangebracht, dass wir (obwohl wir kurz vor halb 9 Uhr abends ankamen) nicht mehr mehr zum Abendessen durften. Das hätte man sicherlich anders lösen können. Der der angebotene Mitternachtssnack ab 23.00 Uhr ist wirklich nicht erwähnenswert: hartes Brot und 2 Suppen, vielleicht noch etwas Tomate und Salat. Mehr nicht.

Das Publikum war gemischt. Natürlich viele Russen, aber auch einige Deutsche und kurz vor Silvester sind dann auch die türkischen Familien eingefallen. War aber alles im Rahmen und keiner ist groß aus dem Rahmen gefallen.
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Zimmer

Die Zimmer waren in Ordnung. Etwaige Mängel wurden sofort beseitigt. Einzig der Teppich stört mich immer extrem in türkischen Hotels (auch im Winter). Die Matratzen waren sehr hart – morgens bin ich immer etwas gerädert aufgestanden.

Positiv war, das man seine Nachbarn eigentlichen nie gehört hat. Ich habe schon in Zimmern mit wesentlich dünneren Wänden geschlafen.

Bademantel musste extra angefragt werden – sowas finde ich sollte Standard in einem 5 Sterne Hotel mit großem Wellnessbereich sein.

Essen & Trinken

Das Essen war gut – nicht berauschend, aber man fand immer etwas Leckeres. Ich habe in dieser Woche überwiegend gegrilltes Gemüse, Salat, Pide und viel, viel Käse gegessen – weil ich es einfach liebe. Ab und zu gab es auch Fisch (der allerdings fast immer im Ganzen war und somit viele Gräten hatte) und Fleisch esse ich ja sehr wenig. Den obligatorischen Chai gab es natürlich auch mehrmals täglich.

Frühstück haben wir meist ausgelassen, da wir Vormittags in Fitnessstudio trainiert haben (auch fand ich die Zeitumstellung von 2 Stunden irgendwie anstrengender als 6 oder 8 Stunden). Besonders genossen haben wir das Mittagessen neben dem Pool in der Sonne. Da konnte man (ohne die Kids) endlich mal gemütlich und in Ruhe das Essen genießen.

Die Cocktails an der Bar haben mir nicht geschmeckt – demnach gab´s für mich meist Cuba libre.
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Strand & Garten

Die ersten vier Tagen hatten wir wirklich wunderbares Wetter und konnten am Nachmittag am Strand die Sonne genießen. Manche haben sogar gebadet – aber dafür muss man schon etwas abgehärtet sein.

Der Weg vom Hotel zum Strand sind nur wenige Meter und es gibt genügend Liegen am Stand. Schade fand ich, dass nicht mal Mittags bis Nachmittags eine der Bars im Garten oder am Strand geöffnet wurde, um wenigstens Getränke zu bestellen. Denn der Weg vom Strand bis zur einzigen im Hotel geöffneten Bar war ein ganz schönes Stück. Naja, ich begnügen mich ja mit einer Flasche Wasser.

Wellness & Sport

Wir haben das Hotel ja besonders wegen des großen Spa-Bereichs gebucht. Hamman, Sauna, Dampfbad, Hallenbad und ein gutes ausgestattetes Fitnessstudio. Dieser Bereich wurde besonders intensiv von uns benutzt, besonders da es nach Silvester angefangen hat, fast den ganzen Tag zu regnen.

Jeder von uns hat eine Massage (ich natürlich mit Hammam) gebucht, welche sehr gut waren.
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Silvester

An Silvester gab es ein Gala-Dinner, allerdings wurde in 2 verschiedenen Sälen gefeiert. Die Russen im Speisesaal und die internationalen Gäste mit den Türken in einem anderen Saal.

Musik beim Dinner war viel zu laut, man konnte sich leider gar nicht mit den Leuten am Tisch unterhalten. Das Essen war in Ordnung und die Stimmung war gut. Während des Essen gab es abwechselnd internationale und türkische Musik, welches ein Duo sang. Gegen 10.30 kam dann wohl ein recht bekannter, älterer Sänger in den Saal und sang türkische Volkslieder (?). Den Türken hat es natürlich sehr gefallen, mir auch, aber nach mehr als einer Stunde sind wir dann doch an die Bar und haben den Nachtisch ausgelassen.

An der der Bar haben wir dann noch mit anderen Leuten gefeiert und schließlich bis 3.00 Uhr in der Disko getanzt (leider hat diese dann schon zu gemacht – für Silvester sehr früh).

Shopping in Kemer

Natürlich darf eine kleine Shopping-Einheit in der Türkei auch nicht fehlen. Direkt gegenüber vom Hotel kann man mit dem Dolmusch für 1 Euro nach Kemer fahren. Montags findet dort bespielsweise der Wochenmarkt statt, auf dem es regionale Lebensmittel, Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gibt.

Es war sehr schön anzusehen und ich hätte liebend gerne so einen gute sortierten Markt in meiner Nähe.
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Sehr empfehlen kann ich das Kaufhaus Waikkiki. Dort gibt es Festpreise und eine extra Etage für Mann, Frau und Kind. Mein Mann hat sich soviel gekauft, dass wir noch einen Koffer kaufen mussten. Sehr gute Qualität für einen günstigen Preis.

Fazit

Es war wirklich sehr schön, einfach mal im Winter der Sonne zu entfliehen. In der Türkei ist man ja auch wirklich in etwas mehr als 3 Stunden. Wenn wir durchgehende Sonne gehabt hätten, wäre es noch schöner gewesen – aber erholt haben wir uns auf alle Fälle super gut.

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