Kefir selber herstellen – so einfach!

Kefir selber herstellen ist in der Tat ein Kinderspiel. Kefir ist so teuer geworden (naja was ist nicht teuer geworden) – daher bin ich einfach mal die “Kefirproduktion” angegangen.

Da ich sehr gerne und viel Kefir trinke und diesen auch zum Backen verwende (für Brot und Kuchen), habe ich mit einer Starterkultur einfach selbst Kefir angesetzt.

Ich kann Dir sagen, das ist wirklich ein Kinderspiel.

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1. Kefir selbst herstellen: so wird gestartet

Als erstes kaufst Du Dir eine Kultur Kefirknollen. Diese habe ich bei Amazon (hier kannst Du die Kefirknollen kaufen / Werbung) bestellt. Die Lieferung war wie immer kein Problem.

Die enthaltenen Kefirknollen habe ich unter kaltem Wasser gespült. Diese sind am Anfang noch sehr klein, aber bereits nach dem 2 oder 3 Ansatz haben sich die Knollen wesentlich vergrößert. D.h. nach 10 Ansätzen kannst Du schon etwas von Deinen Knollen verschenken, denn sie wachsen extrem schnell.

2. Kefir selbst herstellen: so geht´s weiter

In ein Gefäß gibst Du 300-400 ml Milch. Beim Starten würde ich erstmal mit etwas weniger Flüssigkeit beginnen (nicht gleich mit 500ml), denn die Knollen sollen sich erst einmal nach dem Transport „erholen“.

In das Gefäß gibst du dann alle Kefirknollen. Alles schön durchmischen. Tuch drauf und mit einem Gummi abdichten. Das war´s eigentlich schon.

In der Anleitung der gekauften Kefirknollen stand, dass man den Ansatz luftdicht verschließen soll. Ich habe allerdings im Internet gelesen, dass man besser ein Tuch darüber spannt und mit einem Gummi abdichtet. Der Grund ist, dass der Kefir so besser “atmen” könne.

Bei geschlossenem Gefäß baut sich ordentlich Druck im Glas auf – daher ist mir die Methode mit dem Tuch lieber.

3. Kefir selbst herstellen: Lagerung

Ich lagere den Kefir immer in meiner etwas dunkleren Vorratskammer oder einfach im Schrank. Aber ich habe im ebenfalls gelesen, dass der Kefir überall reift. Also egal ob im Dunklen oder auf der Fensterbank bei Sonnenschein.

Beim Starter hat der Ansatz bestimmt 38-40 Stunden gedauert, bis man es als Kefir identifizieren konnte. Am Anfang tat sich gar nichts und plötzlich hatte ich binnen 2 Stunden fast eine Joghurtartige Konsistenz. Daher war das wahrscheinlich definitiv schon zu lange. Der entstandene Kefir war schon sehr säuerlich – was ich persönlich nicht so gerne mag. Aber das wirst Du ganz schnell selbst herausfinden.

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4. Kefir selbst herstellen: fertige Kefir

Nach 30-40 Stunden ist Dein Kefir normalweise fertig. Das hängt von einigen Faktoren ab. Daher schaue nach ca. 24 Stunden einfach mal dein Glas an, wieweit der Kefir ist. Er wird von Stunde zu Stunde dickflüssiger. Je länger Du deine Kefirknollen nutzt, desto schneller ist er Kefir fertig.

Wenn der Kefir die für Dich passende Konsistenz hat, gießt Du diesen durch ein Sieb ab und fängst die Kefirknollen auf. Ich gieße diesen immer in ein Gefäß mit Schraubverschluss.

Den fertigen Kefir stellst Du in den Kühlschrank und brauchst diesen binnen 2-4 Tagen auf.

5. Kefir selbst herstellen: was mache ich mit den Kefirknollen?

Die Kefirknollen spülst Du unter kaltem Wasser.

Anschließend kannst Du entweder gleich wieder einen Ansatz mischen (500 ml Milch + Kefirknollen) oder Du gibst die Kefirknollen in eine Milch-Wassermischung (2/3 Milch und 1/3 Wasser). Dort kannst Du diese mindestens 2 Wochen (bei mir auch schon länger) lagern (im Kühlschrank), ohne dass Du etwas machen musst.

Wenn Du wieder Kefir ansetzten magst, beginnst Du einfach von vorne.

6. Kefir selbst herstellen: was sind die gesundheitlichen Vorteile von Kefir?

Kefir hat eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen. Zum einen ist er reich an probiotischen Bakterien und Hefen, die helfen können, die Darmgesundheit zu verbessern und das Immunsystem zu stärken. Diese guten Bakterien können dabei helfen, schädliche Bakterien im Verdauungstrakt zu bekämpfen und die Verdauung insgesamt zu fördern.

Darüber hinaus ist Kefir eine gute Quelle für verschiedene Nährstoffe wie Protein, Kalzium, Vitamin K2 und B-Vitamine. Diese Nährstoffe sind wichtig für die Gesundheit von Knochen, Zähnen, Muskeln und vielen anderen Körperfunktionen.

Ein regelmäßiger Konsum von Kefir kann auch dazu beitragen, den Cholesterinspiegel zu senken, den Blutdruck zu regulieren und das Risiko für Herzerkrankungen zu verringern. Darüber hinaus kann Kefir entzündungshemmende Eigenschaften haben und dabei helfen, Entzündungen im Körper zu reduzieren.

Insgesamt kann der regelmäßige Konsum von Kefir dazu beitragen, die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern, indem er die Verdauung fördert, das Immunsystem stärkt und das Risiko für verschiedene Krankheiten reduziert.

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7. Kann ich den Kefir auch in Rezepten verarbeiten?

Das kannst Du auf alle Fälle. Kefir ist perfekt zum Brot- und Brötchenbacken aus mehreren Gründen. Erstens sorgt die lebendige Kultur von Bakterien und Hefen im Kefir für eine natürliche Fermentation des Teigs, was zu einem luftigen und lockereren Brot führt. Diese Fermentation trägt auch dazu bei, den Teig aufzulockern und ihm eine angenehme Textur zu verleihen.

Zweitens verleiht der saure Geschmack des Kefirs dem Brot einen angenehmen Geschmack und verbessert sein Aroma.

Darüber hinaus kann Kefir als Ersatz für andere Flüssigkeiten wie Milch oder Wasser verwendet werden, was dem Brot zusätzliche Feuchtigkeit verleiht und es länger frisch hält. Die Enzyme im Kefir können auch dazu beitragen, die Stärke im Mehl abzubauen, was zu einem leichter verdaulichen Brot führt.

Den XXL-Kefirfritz (Foto oben) solltest Du unbedingt einmal ausprobieren.

 

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